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Erklärung der UNESCO-Schulen

Erklärung der Erfurter Fachtagung der UNESCO-Projektschulen vom 25. September 2026:
Gemeinsam für Menschenrechte, Demokratie und zukunftsfähige Bildung!

Die UNESCO-Projektschulen stehen als Netzwerk von über 300 Schulen und Bildungseinrichtungen in Deutschland für Demokratie, Frieden, Menschenrechte, kulturelle Vielfalt und nachhaltige Entwicklung. Sie setzen den ganzheitlichen UNESCO-Ansatz für chancengerechte, hochwertige und inklusive Bildung um, stärken Partizipation und Selbstwirksamkeit und fördern das Engagement von Schülerinnen und Schülern.

Als werteorientiertes Netzwerk stehen die UNESCO-Projektschulen für ein am Grundgesetz und den Menschenrechten ausgerichtetes pädagogisches Handeln. In Zeiten von Anfeindungen, Desinformation und Polarisierung bieten sie Raum für Austausch, Debatte und Zusammenhalt und treten für die Würde und Rechte aller Menschen ein.

Die positive Gestaltung von Schule und Unterricht erfordert Kreativität, Mut, Offenheit, Ressourcen und Vertrauen. Unterricht soll über die Klassenräume hinausgehen und auch fächerübergreifend sowie mit außerschulischen Lernorten und Partnern stattfinden. Kulturelle Bildung durch Kunst, Film, Musik, Tanz, Theater, Traditionen und innovative Praktiken trägt dabei wesentlich zu einer zukunftsfähigen und emotionssensiblen Bildung bei.

Die UNESCO-Projektschulen stehen gemeinsam für Grundrechtsklarheit, Werteorientierung sowie chancengerechte, hochwertige und inklusive Bildung. Die Fachtagung 2026 in Erfurt setzte mit dem Schwerpunkt Immaterielles Kulturerbe neue Impulse für kulturelle Bildung und historisch-politisches Lernen. Gemeinsam engagieren wir uns für Demokratie- und Menschenrechtsbildung, Bildung für nachhaltige Entwicklung, kulturelle Vielfalt und Global Citizenship Education. (leicht gekürzt)

Frankfurter Erklärung der deutschen UNESCO-Projektschulen vom 27./28.02.2020

Die UNESCO-Projektschulen in Deutschland verurteilen angesichts der rechtsextremen Gewalttaten gegen Bürgerinnen und Bürger jegliche Verstöße gegen die Menschenrechte und gegen die grundlegenden Werte unserer Demokratie, denen wir als UNESCO-Projektschulen in besonderem Maße verpflichtet sind.

In der derzeitigen Situation appellieren wir an alle, sich aktiv für die Aufrechterhaltung der Grundrechte für alle einzubringen und gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit einzustehen.

Die Demokratie-, Friedens- und Menschenrechtsbildung ist die Grundlage des schulischen Lebens und Arbeitens. Die UNESCO-Projektschulen stehen mit ihrem ganzheitlichen Ansatz für Vielfalt, Toleranz und Weltoffenheit. Zum pädagogischen Profil gehören die historisch-politische und rassismuskritische Bildungsarbeit essenziell dazu.

Hintergrund dieser Resolution:

Die jüngsten Entwicklungen und gewaltsamen Vorfälle gegenüber Asyl suchenden Mitmenschen haben das Bedürfnis in den UNESCO-Projektschulen Deutschlands generiert, gegenüber der Öffentlichkeit einen klaren Standpunkt zu beziehen und für den Erhalt humanistischer Werte einzutreten. Aus diesem Grund wurde im Rahmen der Jahrestagung der LandekoordinatorInnen und der Bundeskoordination der UNESCO-Projektschulen in Frankfurt/M erstmals am 26.02.2016 diese Resolution verabschiedet. Wir unterstützen seitdem diese Erklärung, die immer wieder aktualisiert wird, und veröffentlichen sie deshalb auf unserer Homepage.