Streiche in der Schule und auf dem Fußballplatz

Schüler des Christoph-Scheiner-Gymnasiums interviewen Bastian Schweinsteiger und Lukas Podolski

München (DK) Die Schüler der Klasse 8d des Christoph-Scheiner-Gymnasiums Ingolstadt stehen gebannt am Rand des Spielfeldes und beobachten, wie die C-Junioren des FC Bayern München am Vormittag trainieren, während Xaver Ziller von Audi, der der Klasse diesen Ausflug ermöglicht hat, kenntnisreich über das Vereinsgelände des FC Bayern München informiert. Nur wenige dieser Jugendlichen werden es einmal in eine Bundesliga-Mannschaft schaffen, geschweige denn in die der Bayern, doch sie geben die Hoffnung trotzdem nicht auf, so zu werden, wie zum Beispiel Bastian Schweinsteiger und Lukas Podolski. Der Höhepunkt des Tages ist ein Interview mit den beiden Stars des FC Bayern in München, die für die Klasse zu einem ausführlichen Interview auf dem Trainingsgelände an der Säbener Straße zur Verfügung stehen.

Nachdem gleichsam als Warm-up Xaver Ziller einige Fragen zur Beziehung zwischen Audi und dem FC Bayern beantwortet hat, kann Philipp die beiden Spieler über den Sinn des Interviews und das KLASSE!-Projekt aufklären.

„Schweini” und „Poldi” wirken sichtlich entspannt und beantworten mit Witz und Humor, aber auch mit Ernsthaftigkeit die Fragen, die die Schüler im Deutschunterricht vorbereitet haben. Tobias möchte zu Beginn wissen, wie sie mit Kritik und mit der Situation so oft im Mittelpunkt zu stehen, umgehen.

„Poldi hat dazu eine einfache Meinung: „Es wird viel in den Medien geschrieben, aber ich lese kaum Zeitung, und es interessiert mich nicht, was geschrieben wird, ich kann meine Leistung selbst beurteilen.” Bastian Schweinsteiger differenziert und geht dabei auch auf seine Rolle beim Wettskandal vor ein paar Jahren ein: „Man muss mit Kritik umgehen können. Vor allem darf man nicht immer alles glauben, was in den Medien steht. Oft werden Lügen verbreitet. Und mit der Kritik ist es so: Mal wird man gelobt bis in den Himmel und dann wird man fallen gelassen.”

Es fällt auf, dass Schweinsteiger seine Antworten wohl überlegt, während Poldolski meist knapp, dafür aber witzig antwortet: „Zwei Euro pro Spiel,” meint er zum Verdienst eines Fußballprofis. Es überrascht auch nicht, dass Lukas Podolski in seiner Schulzeit den einen oder anderen Streich gespielt hat, und dass vor allem der Spaß im Vordergrund stand. Ehrlich gibt er zu: „Das mache ich heute noch”, ohne solche Streiche aus der Kabine preiszugeben. Auch für Schweinsteiger war die Schule ein Ort, an dem er überwiegend Spaß hatte. Trotzdem ermahnt er die Schüler, dass er genau wusste, wann es Zeit war aufzupassen und sich Mühe zu geben. Seine Noten waren durchschnittlich.

Talent, Training und das nötige Selbstbewusstsein sind für ihn Voraussetzungen, sich in der Weltspitze zu behaupten. Vor allem gibt er den Schülern sein Lebensmotto mit auf den Weg: „Man darf den Glauben an sich nie verlieren. “Auf diese Weise hat er es weit gebracht und konnte den hohen Anforderungen im Fußball gerecht werden. Aber was hätten die beiden gemacht, wenn es mit der Karriere nicht geklappt hätte? Poldolski setzte von Anfang an voll auf „die Karte Fußball” und konnte Jasmin keine Alternative nennen für den Fall, wenn es damit nicht geklappt hätte, während Schweinsteiger eine Ausbildung vorweisen kann und auch sonst klarere Vorstellungen für ein Leben nach der Fußballkarriere hat. Zum Beispiel als Deutschlehrer antwortet er noch halb scherzhaft. Das Lachen der Schüler ist ihm sicher, „Aber sicher weiß ich noch nicht, was ich danach machen werde. Ich bin ja noch nicht so alt, und es kann bis zum Ende meiner Karriere noch viel passieren. Vor allem verändert man sich immer wieder etwas-in seiner Persönlichkeit.”

Klasse 8d