Liebe Leserinnen und Leser!

Die Schulwoche mit dem Festakt am 25.November 2015 war sicherlich einer der Höhepunkte in der Geschichte der Schule: Wir alle feierten 50 Jahre Christoph-Scheiner-Gymnasium, die Anerkennung als UNESCO-Projekt-Schule und die Vertiefung der Beziehung mit dem Lycée Notre-Dame in Boulogne-Billancourt. Eine eindrucksvolle und lesenswerte Festschrift enthält Grußworte aus aller Welt, und die kreativen Beiträge von Schülerinnen und Schülern aller Klassen dokumentieren die aktive Beteiligung der Schulgemeinschaft. Auf all dies können wir stolz sein.

Dieser Sondernewsletter präsentiert Eindrücke aufgearbeitet in einem Film der ereignisreichen Woche und lässt uns alle teilhaben an dem Ereignis, das leider etwas getrübt wurde durch die Terror-Attacken in Paris, die sich bis auf den Tag des Festaktes auswirkten: Den Partnern aus Paris war es nicht möglich, an der Feier persönlich teilzunehmen.

Umso mehr sind wir alle, in der Schule und im Alltag, aufgefordert, für die Ziele der UNESCO-Projekt-Schulen, vor allem für Menschenrechte, Schutz der Umwelt und ein friedliches Miteinander der Kulturen, verstärkt einzutreten und die Zukunft unseres Planeten im Auge zu behalten.

Wir wünschen allen Lesern viel Vergnügen beim Lesen, kurze Momente des Nachdenkens und zum Jahresausklang und darüber hinaus eine friedliche Zeit!

Ihre
CSG-Newsletterer


W. Kundmüller (UNESCO-Schulkoordinator), B. Krach, D. Lindhorst, die P-Seminare Newsletter und J. Melzer

Aktueller Stand unserer Interessenten:
1803 Abos (27.11.2015)

Festakt am 25.11.2015

P-Seminar Newsletter 2015-2017 und Felix Ehlers (Q12)

Ablauf des Festakts

Der Ablauf des Festaktes lässt sich in drei Teile gliedern: 50 Jahre Gymnasium, die Anerkennung als UNESCO-Projektschule und Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrags mit dem Lycée Notre-Dame in Boulogne-Billancourt. Zwischen den Reden und Präsentationen spielten entweder die Bigband oder eines der Ensembles; zudem präsentierten die Theaterklasse und die Formotion-Gruppe etwas. Moderiert wurde die Veranstaltung von Dominik Mehringer und Evelyn Presler vom Profilfach Rhetorik.
Nach der Ouvertüre durch die Bigband begrüßte der stellvertretende Schulleiter StD Martin Pabst die anwesenden Gäste, darunter Dr. Christian Lösel, Oberbürgermeister von Ingolstadt; die ehemaligen Schulleiter Rainer Rupp und Dr. Peter Bergmann; Lehrer an der Schule und im Ruhestand; die SMV; die Delegation von der Ludmilla Realschule Bogen; den Ministerialrat Dr. Mutter vom Bayerischen Kultusministerium; den Bundeskoordinator der UNESCO-Projektschulen, Heinz-Jürgen Rickert; sowie die Vertreter der Moskauer Gymnasien, Schulleiter Dr. Alexander Bubman vom Gymnasium Nr. 1513 und Angelika Maximenko, stv. Schulleiterin des Kapzow-Gymnasiums.

Die Sprecher des Tages waren MR Dr. Mutter, Dr. Lösel, Herr Maier, Herr Rickert, Adelbert Schweiger, Schulleiter Alexander Bubman und Angelika Maximenko in Vertretung der Schulleiterin Vita Kiritschenko. Die Veranstaltung begann um 13.45 Uhr und endete offiziell um 16.00 Uhr. Nach einem Gruppenfoto der für den Internationalen Austausch verantwortlichen Lehrkräfte waren alle Gäste zu einem Imbiss in der Pausenhalle eingeladen.

Bigband und Ensembles

Der Festakt wurde mit der Bigband eröffnet, die zuerst Rolling in the Deep von Adele vortrefflich spielte. Des Weiteren spielte sie ein Medley französischer Lieder wie C' est si bon, Sur le pont d' Avignon und La vie en rose.

Als Ersatz für die Vertragsunterzeichnung mit dem Lycée Notre-Dame, deren Vertreter verständlicherweise wegen der Terrorakte nicht kommen konnten, wurde die französische Nationalhymne, die Marseillaise, gespielt, zum Gedenken an die Opfer des Terrors und als Zeichen der Solidarität. Alle erhoben sich.

Auch das Gitarrenensemble und das mit Streichinstrumenten ausgestattete Lehrerensemble lieferten zwischen den einzelnen Reden musikalische Beiträge.

Theaterklasse und Formotion

Der Auftritt der Theaterklasse beschäftigte sich mit Menschen, die mehrere Heimatländer haben und verschiedene Sprachen sprechen "Ich spreche zwei Sprachen, eine zu Hause und eine in der Schule".

Die Formotion-Gruppe sowie der Wahlkurs Jonglieren und Zirkuskünste übernahm die Schlussaufführung.

50 Jahre Erhebung zum Gymnasium

Vor 51 Jahren, also 1964, entschied man sich im Hamburger Abkommen, das deutsche Schulsystem etwas aufzuräumen und alle zum Abitur führenden Schulen Gymnasien zu nennen. Ein Jahr später wurde das auch bei uns in die Praxis umgesetzt: aus der Christoph-Scheiner-Oberrealschule wurde das Christoph-Scheiner-Gymnasium.

Schülerpräsentationen

Alle Klassen des Scheiner haben anlässlich des Festakts den Auftrag bekommen, ein Poster bzw. einen kreativen Beitrag zu verschiedenen Themen zu erstellen, zum Beispiel über Wahlkurse, den Schulpatron Christoph Scheiner, den Feuermelder, unsere Schülerzeitung, und vieles mehr. Annähernd alle Klassen entschieden sich, ein Gedicht bzw. Reimverse zu schreiben. Die Ergebnisse sind in der Festschrift zu finden, die alle Teilnehmer des Festakts bekommen haben.

Einige der Schüler durften ihre Präsentation vortragen. So wurden zum Beispiel die MINT-Klassen, der Rhetorik-Wahlkurs und – wie zu erwarten, man beachte die großen Themen des Festakts – die UNESCO-Projektgruppe vorgestellt.

Anerkennung als UNESCO-Projektschule

UNESCO das ist die Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur. Die UNESCO-Projektschulen bilden ein Netzwerk, das Bildungsinstitutionen erlaubt, direkt an der Erfüllung der Ziele der UNESCO mitzuwirken: an der Erfüllung der Menschenrechte für alle, des Umweltschutzes, der Toleranz und der Bekämpfung von Armut und Elend. Jede Schule hilft, wie sie kann, häufig durch die Einrichtung von Arbeitsgruppen. So gibt es am Scheiner die UNESCO-Projektgruppe als Wahlkurs, die nicht nur Plakate für Ausstellungen herstellt oder UNESCO-Bleistifte verkauft, sondern an Jahresthemen arbeitet, auf Exkursionen geht und Vorträge besucht.

Das Scheiner ist seit 2010 eine sogenannte mitarbeitende UNESCO-Projektschule gewesen, doch nach fünf Jahren aktiver Mitarbeit wird das CSG in diesem Jahr eine anerkannte UNESCO-Projektschule - mit offizieller Bezeichnung und auch mit allen Pflichten - und wird in den Kreis der ca. 30 bayerischen UNESCO-Projekt-Schulen aufgenommen.

Der Bundeskoordinator der Projektschulen, Heinz-Jürgen Rickert, betonte in seiner Rede, dass anerkannte UNESCO-Schule kein "Etikett [ist], sondern eine klare Verpflichtung". Er pries, dass die Grundpfeiler des CSGs Persönlichkeit stärken, Gemeinschaft fördern, Begabungen entfalten exakt die Ziele der UNESCO treffen und ermutigte uns, den Problemen unserer Zeit einen "optimistischen Tatendrang" entgegenzuhalten. Nach dieser Rede kam es zur Urkundenverleihung und damit offiziellen Anerkennung als UNESCO-Projekt-Schule.

Übergabe der UNESCO-Taube

2008 hat der Künstler Richard Hillinger dreißig lebensgroße goldene Tauben mit einem Ölzweig im Schnabel anlässlich des 60. Jahrestags der Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen angefertigt, je eine für jeden Artikel der Erklärung.

Diese Tauben wandern: eine Institution gibt sie an eine andere weiter, die sich verpflichtet, sich besonders für die Einhaltung der Menschenrechte einzusetzen. Außerdem soll sie als ein Symbol für ein friedliches Zusammenleben in einer globalisierten Welt stehen. Unsere Taube, die Donau-Taube genannt, wurde uns von zwei Schülerinnen der UNESCO-Projektgruppe der Ludmilla Realschule Bogen und ihrem Leiter, Herrn Peter Werner, feierlich überreicht. Die Taube soll später, als Friedenssymbol, weiter fliegen zu einer anderen UNESCO-Schule entlang der Donau.

Partnerschaftsvertrag mit dem Lycée Notre-Dame in Boulogne

Vorstellung der bisherigen Partnerschulen

Herr StD Adelbert Schweiger, der Koordinator des Schüleraustausches am Scheiner, referierte die Geschichte des Schüleraustausches bei uns und stellte alle Partnerschulen vor.

Der Internationale Austausch begann 1987 mit dem Institut Fénelon in Grasse, einer Stadt in Südfrankreich. Schon ein Jahr später kam die nächste hinzu: Gymnasium Nr. 1513 in Moskau, 1988, also vor dem Ende der Sowjetunion, von Gorbatschow persönlich vermittelt.

Zwei Jahre später, also vor 25 Jahren, kam die Marquette University High School in Milwaukee, Wisconsin hinzu, dann im Jahr 1991 das Kapzow-Gymnasium in Moskau, und 1993 die St. Aidan's Church of England High School in Preesall im Nordwesten Englands.

Nach einer längeren Ruhephase bei den Partnerschaftsschließungen kam es 2011 zum einem Vertrag mit dem Collège Doupanloup in Boulogne-Billancourt. Heute feiern wir die Bindung mit dem Lycée Notre-Dame, das sich in Sichtweite des Collège Doupanloup befindet. Sie wurde 2014 abgeschlossen, die ersten längerfristigen Austäusche haben bereits stattgefunden.

2014 wurde auch ein Vertrag mit der I.E.S. San Juan de Lanuza in Borja geschlossen, einer spanischen Stadt in der Provinz Zaragoza in Aragón.

Dieses Jahr ist Herr Maier mit einer Delegation nach China in die Stadt Foshan gereist, um ein Schüleraustauschprogramm mit der High School Nr. 1 zu etablieren.

Glückwünsche der Vertreter

Zum Festakt und zur Würdigung der Verträge sind Alexander Bubman, Leiter des Gymnasiums Nr. 1513, und Angelika Maximenko, Mitarbeiterin in der Schulleitung des Kapzow-Gymnasiums, eigens aus Moskau angereist, um besondere Glückwünsche persönlich zu überbringen. Herr Bubman sprach auf Deutsch, Frau Maximenko auf Englisch.

Wegen der Terrorakte konnten die französischen Vertreter nicht erscheinen, deshalb wurden Ausschnitte aus ihren in der Festschrift abgedruckten Grußworten vorgelesen, einmal im Original ("Auf Französisch, weil es gut klingt") und in einer deutschen Übersetzung.

Für die spanische Schule sprach Robin Hötschl, der Verantwortliche für den Austausch mit Borja, einige Worte auf Spanisch mit derselben Begründung, es "klinge einfach gut."

Aus Milwaukee wurden Grüße durch Werner Kundmüller ausgerichtet, dem langjährigen USA-Austauschleiter und Koordinator im German-American Partnership Program (GAPP).

Bäume der Nationen

Wer erinnert sich noch? Während der Internationalen Jugendwoche im Mai 1995 zum 50. Jahrestag des Kriegsendes von 1945 pflanzen Schüler und Lehrer aus fünf Nationen Bäume der Freundschaft, für jedes Land ein ausgewähltes Exemplar: Platane (Frankreich), Eiche (Deutschland), Birke (Russland), Linde (England), Ahorn (USA). 20 Jahre später, 70 Jahre nach Kriegsende, stehen diese Bäume als Zeichen der Versöhnung und Mahnung zum Frieden in Europa und in der Welt - siehe Festschrift und Bild unten. 

W. Kundmüller

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Die Festschrift

 

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f.d. Redaktion

J. Melzer

Scheinerlehrer

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