So sehen Sieger aus

Das Logo von Marius Spitzar und Armin Summer begleitet durch das Jahr Unicef-Kinderstadt 2012/13

Von Angelika Donauer

Ingolstadt (DK) Sie wundern sich selbst wohl am meisten: Marius Spitzar und Armin Summer gewannen den Wettbewerb für das Logo der bevorstehenden Unicef-Städtepartnerschaft Ingolstadts. Dabei sind sie eher die sportlichen und weniger die künstlerischen Typen.

Das Wundern weicht schnell. Ein stolzes Strahlen stiehlt sich in die Gesichter, als die beiden Schüler des Christoph-Scheiner-Gymnasiums von ihrem Sieg erfahren. „Wir haben doch keinen großen Aufwand betrieben“, gesteht Armin, der in Stammham zu Hause ist und derzeit am liebsten mit seinem Moped zum Skaten nach Gerolfing fährt. Während andere Teilnehmer ihre Entwürfe am Computer austüftelten, „haben wir uns auf Buntstifte und Bleistift beschränkt“, erzählt Marius, der aus Dünzlau stammt und als begeisterter Mountainbiker sogar gelegentlich in einem Geschäft Räder verkauft.

Die Initiative ging von ihrer Kunsterzieherin Regina Straub aus. Den 28 Schülern der 10c stellte sie die Aufgabe, jeweils zu zweit ein Logo für Ingolstadt als Unicef-Kinderstadt 2012/13 zu entwerfen. „Sie hat uns erklärt, worauf es bei einem Logo ankommt. Und es sollte ein Wahrzeichen der Stadt wie zum Beispiel Münster oder Kreuztor enthalten“, erinnert sich Armin. Die beiden 16-Jährigen entschieden sich für das Wappentier Ingolstadts, den Panther. Der schaut zwar etwas grimmig, spaziert aber eher tapsig durchs Bild, das Banner mit dem Titel in der rechten Pranke. Auf seinem Rücken reiten zwei Kinder mit dunkler Hautfarbe. “Die Idee stammt hauptsächlich von Armin, die Zeichnung auch. Ich habe nur ausgemalt“, lacht Marius. Dass sich der Pantherschwanz auf dem Button nach oben biegt, ist der runden Form geschuldet; auf dem Entwurf von Armin und Marius streckte das Tier ihn nach hinten.

Den Gestaltungswettbewerb hatte die Stadt für Mittel- und Realschulen sowie Gymnasien ausgeschrieben. 158 Beiträge sind eingegangen. „Die Schüler haben eine außerordentliche Kreativität gezeigt“, betonte Harald Kneitz vom Kulturamt bei der Vorstellung der Entwürfe, die eine neunköpfige Jury als die zehn besten ausgewählt hat. Die Preise gibt es im Rahmen des Eröffnungsfests zum Unicef-Kinderjahr am Freitag, 15. Juni, auf dem Rathausplatz. Das Siegerlogo wird auf Buttons, Plakaten, Broschüren und im Internet für das Projekt werben. Mit den gesammelten Spenden werden in Legmoin im westafrikanischen Burkina Faso zwei Grundschulen und zwei Kindergärten gebaut und eingerichtet.

AUF DEN WEITEREN PLÄTZEN

Auf Platz zwei kam Vanessa Bleckmann (10f, Scheiner-Gymnasium). Platz drei vergab die Jury zwei Mal: an Michelle Hofstetter (10 b) und Louis Dauphin (8b, beide Gnadenthal-Gymnasium). Platz fünf erreichte Isabella Sebald (Q11, Katharinen-Gymnasium). Platz sechs ging an Lina Maier (Q11, Scheiner-Gymnasium). Louis Dauphin (8b, Gnadenthal-Gymnasium) konnte mit einem weiteren Entwurf punkten und landete damit auf Platz sieben. Platz acht belegte Lisa Keck (Q11, Katharinen- Gymnasium). Platz neun erreichte Lina Hackl (Q11, Katharinen  Gymnasium) und Platz zehn Vanessa Fahn (10e, Scheiner-Gymnasum)