Schultrojaner kommt nicht

Bonn/München (dpa) Die umstrittenen Pläne zur Registrierung von urheberrechtlich geschützten Werken auf Schulcomputern mit Hilfe von Trojaner“ sind vom Tisch. Die Kultusminister der Länder schlossen gestern mit dem Verband Bildungsmedien sowie den Verwertungsgesellschaften einen neuen Urheberrechtsvertrag, teilte das für die Verhandlungen zuständige bayerische Kultusministerium mit. Danach können Lehrer ihren Schülern Inhalte aus Büchern sowie Musiknoten nicht nur als Papierkopie, sondern künftig auch digital zur Verfügung stellen. Dafür werden die Länder im kommenden Jahr neun Millionen Euro zahlen, eine halbe Million Euro mehr als bisher vorgesehen. Nach dem Vertrag dürfen Lehrer ab 2013 bis zu zehn Prozent, maximal aber 20 Seiten, eines urheberrechtlich geschützten Werkes einscannen und verteilen.