Schüler aller Klassen in Nostalgie vereint

Festwochen in der Größe XXL: Scheiner erwartet 1000 Ehemalige und feiert bis in den Herbst

Ingolstadt (sic) Die Organisationsmannschaft nennt sich XXL, ein sinniger Name, denn die Dimension der Jubiläumsfeiern des Christoph-ScheinerGymnasiums übersteigt alles in Ingolstadt Dagewesene. Sogar ein Festbüro hat die Schulleitung eingerichtet. Die dafür angeheuerten und vom Freundeskreis der Schule bezahlten Damen werden das ambitionierteste Vorhaben der Scheiner-Festwochen koordinieren: Das „XXL-Abiturienten- und Klassentreffen“ der Jahrgänge 1936 bis 2008 am Samstag, 26. Juli – ein massenhaftes Coming home, wie die Veranstalter sagen. Dafür hat das XXL-Team rund 4000 Absolventen angeschrieben. Bisher haben 929 ehemalige Schüler geantwortet und ihr Kommen angekündigt, darunter zwei Herren, die 1936 Abitur gemacht haben.

Gerhard-Georg Krainhöfner vom Organisationsteam ahnt, was auf die Schule zukommt: „Wir erwarten an die 1000 Abiturienten und 500 Angehörige, darunter viele Kinder.“ Um die zu unterhalten, wenn die Eltern oder Großeltern mit alten Klassenkameraden in Nostalgie vereint sind, hat die XXL-Mannschaft ein stattliches Zusatzangebot erarbeitet, das aus fast allem schöpft, was in Ingolstadt an Unternehmungen möglich ist. Für Informationen und Anmeldungen steht das Festbüro dienstags und donnerstags von 9 bis 16 Uhr zur Verfügung. Telefon: (08 41) 9 38 25 45.

Trotz der fast 1000 Anmeldungen hat das XXL-Treffen noch nicht die Wunschgröße erreicht. Die Abiturjahrgänge 1973, 1987, 1990 und 1992 halten sich auffällig zurück. An sie ergeht deshalb die besondere Aufforderung, ihre alte Schule mal wieder zu beehren.

Das Schulfest am Freitag, 25. Juli, wird ebenfalls im Zeichen des Ehemaligentreffens stehen. Im Schulhaus findet derweil eine Rallye statt, ein Kinderkino zeigt Filme aus dem Archiv, die Theatergruppe veranstaltet ein Casting samt Schmink- und Fotostudio, und die ganz jungen Gäste dürfen sich auf das Scheiner-Spieleland freuen, derweil die Eltern feiern. Die Bewirtung wurde in professionelle Hände gegeben.

Krainhöfner und seine Kollegen nehmen die Anstrengung, einen derart gewagten Veranstaltungsreigen zu organisieren, gerne auf sich. Die viele Mühe sei auch ein Zeichen für die große Identifikation mit ihrem Gymnasium, sagen die Lehrer, die sich im Organisationsteam engagieren. „Man darf ja nicht vergessen, dass wir das alles neben dem Unterricht her machen.“ Und noch bis in den Herbst. Da erst wird die Reihe der Jubiläumsfeiern enden: Am 18. Oktober, dem 150. Jahrestag der Schulgründung.

Von Christian Silvester