Ingolstadt (sic) Die Entscheidung ist gefallen, die neuen Direktoren des Scheiner- und des Apian-Gymnasiums stehen fest: Karl-Heinz Haak, bisher Lehrer am Scheiner, führt ab kommendem Schuljahr das Apian. Gerhard Maier, derzeit stellvertretender Leiter des Wolnzacher Hallertau-Gymnasiums, zieht in das Direktorat des Scheiner ein. Er folgt damit Peter Bergmann, der nach dem Schuljahr in Pension geht. Auch Walter Schäfer, der Direktor des Apian, tritt in den Ruhestand.

Karl-Heinz Haak ist in Ingolstadt kein Unbekannter: Er unterrichtet seit 1982 am Scheiner die Fächer Sport und Geografie. Seit 2006 ist der 57-Jährige Mitarbeiter im Direktorat. In dieser Funktion hat er zuletzt die Abiturprüfungen für G8 und G9 koordiniert. Von 2002 bis 2003 war er im Rahmen des Programms „Lehrer in der Wirtschaft“ bei Audi beschäftigt. Mit der Audi Akademie hat Haak das Projekt „Zukunft bewegt“ organisiert.

Der neue Apian-Direktor hat in Würzburg studiert und dort auch das Referendariat absolviert. Er ist verheiratet und Vater einer 28-jährigen Tochter sowie eines 26-jährigen Sohnes.

Gerhard Maier, Jahrgang 1963, stammt aus Pfaffenhofen. 1982 hat er dort am Schyren-Gymnasium Abitur gemacht, danach studierte er an der Universität München Geschichte und Englisch. Er unterrichtete von 1986 bis 1987 als assistant teacher im schottischen Edinburgh. Von 1994 bis 1998 war Maier Lehrer am Willibald-Gymnasium Eichstätt, im Anschluss wurde er an das Bayerische Kultusministerium abgeordnet. Hier arbeitete er in der Abteilung für schulartübergreifende Angelegenheiten. 2003 wurde Maier Stellvertreter des Direktors am Hallertau-Gymnasium Wolnzach, seiner bislang letzten Station.

Der künftige Leiter des Christoph-Scheiner-Gymnasiums ist verheiratet und hat drei Kinder. Dienstbeginn im neuen Amt ist am 1. August. Ebenso bei Karl-Heinz Haak.

Die designierten Direktoren eint noch etwas: Da sowohl das Scheiner als auch das Apian Seminarschulen sind, wird die Ausbildung von Studienreferendaren zu ihren Kernaufgaben gehören.

Von Christian Silvester

 

Abschied vom Hallertau-Gymnasium

Von Katrin Rebl

Wolnzach (WZ) Eine personelle Veränderung bringt das nächste Schuljahr am Hallertau-Gymnasium Wolnzach (HGW): Der bisherige stellvertretende Schulleiter Gerhard Maier verlässt die Schule. Er wird neuer Direktor am Christoph-Scheiner-Gymnasium in Ingolstadt. Wer als sein Nachfolger kommt, ist noch offen. Acht Jahre war Gerhard Maier als stellvertretender Schulleiter in Wolnzach – „und ich bin jeden Tag gern in die Schule gegangen“, hat er sich ausgesprochen wohlgefühlt. Schon deshalb sei ihm die Entscheidung, sich neu zu orientieren, „sehr, sehr schwer gefallen“.

Zu seinen Aufgaben gehörten alle organisatorischen Schülerangelegenheiten wie die Klassen- und Gruppenbildung, die Organisation des Wahlunterrichts und der Einschreibung. Daneben war Maier für die Zeugnisorganisation, die Schulentwicklung und Qualitätssicherung sowie den Haushalt zuständig. Da das HGW auch Referenzgymnasium der TU München sowie Seminarschule ist, fielen die Koordination mit der TUM und die Betreuung der Zweigschulreferendare in Maiers Bereich.
Der 48-Jährige wohnt mit seiner Familie in Pfaffenhofen und ist dort auch fest verankert. Deshalb sei die Stelle in Ingolstadt für ihn gut vorstellbar gewesen, so Maier. Mit knapp 1400 Schülern ist das Scheiner-Gymnasium etwas größer als das HGW und zu diesem in einer Hinsicht ein echtes „Kontrastprogramm“: „Es ist eine sehr alte, traditionsreiche Schule“, so Maier, der aber auch Parallelen zwischen seiner alten und seiner neuen Stelle sieht: Beide Gymnasien sind Referenzgymnasien und Seminarschulen und haben das gleiche Schulprofil. „Da kann ich meine Erfahrungen einbringen“, freut sich Maier auf seinen neuen Job, auch wenn er Wolnzach mit einem weinenden Auge verlässt. Wer sein Nachfolger wird, hofft die Schule noch vor dem 1. August – dem Beginn des neuen Schuljahres – zu erfahren. Bis Anfang nächster Woche läuft die Ausschreibung der Stelle des stellvertretenden Schulleiters. Dann folgen laut Maier die Bewerbungsgespräche mit der Schulleitung, die eine Empfehlung abgeben wird. Die letzte Entscheidung wird aber das Kultusministerium fällen. Zu erwarten sei, dass es mehrere Bewerber geben wird, darunter auch einige hausinterne Anwärter vom HGW.

Von Katrin Rebl