Nachmittag ohne Verlierer

Ingolstadt (DK) Ein Wechselbad der Gefühle durchlebte gestern das Schülerteam des Apian-Gymnasiums beim bundesweiten Literaturwettbewerb für Schulen "Wer liest, gewinnt!". An dem Wettbewerb in Ingolstadt nahmen außer dem Christoph-Scheiner-Gymnasium (CSG) noch Schüler des Gnadenthal-Gymnasiums teil.

Nachdem in der Stadtbücherei die Sprecherin der Jury Heike Marx-Teykal den Apianern Max, Sarah und Christina verkünden musste, dass sie bei ihrem Vortrag schlichtweg aufs falsche Pferd gesetzt hatten – ihr ausgewähltes Buch "Das Wunder von Narnia" war für diesen Wettbewerb überhaupt nicht zugelassen – ging ein wahrer Aufschrei durchs Publikum, und die drei Schüler zogen entsprechend lange Gesichter. Zudem war ihnen offenbar erst sehr spät mitgeteilt worden, dass sie ihr Buch auch szenisch hätten darstellen können – hierfür heimsten dafür die Gnadenthaler von Marx-Teykal ein dickes Lob ein, und auch die Präsentation der Schüler vom Christoph-Scheiner-Gymnasium gefiel ausnehmend gut.

Doch hatten sich die Apianer in den beiden anderen Runden, bei denen es um die besten Literaturkenntnisse ging, so hervorragend geschlagen, dass diese Erfolge das Manko im letzten Wettbewerb rasch wettmachten. Am Ende nahmen sie als strahlende Sieger außer ihren Urkunden jeweils einen Scheck über 50 Euro aus der Hand des Sponsors dieses Wettbewerbs ,Andreas Keller vom Keller-Verlag, entgegen.

Wie sich nicht zuletzt an den anfeuernden Zurufen des Publikums während des Wettstreits zeigte, war dieser beileibe keine trockene Angelegenheit – dafür sorgte schon Kerstin Schulz von Radio IN als Moderatorin. Gewohnt "locker vom Hocker" nahm sie den anfänglich teilweise etwas befangenen Schülern ihre Angst. Auch Jurymitglied Manfred Schuhmann munterte die Schüler der 5. und 6. Klassen auf: "Nur Mut!".

Szenisch recht wirkungsvoll passte da noch gegen Ende des Wettbewerbs eine zerbrechende Wasserflasche ins Bild, die zum Glück keinen nennenswerten Schaden anrichtete; originell auch die Idee (und zugleich ein klitzekleiner Werbegag), im Quiz bei erfolgreicher Antwort Telefonbücher zu stapeln. Auch darin erwiesen sich die Apianer als wahre Meister.

"Verlierer" gab es an diesem Nachmittag keine – die Gnadenthaler und die CSG’ler lagen am Ende gleichauf. Sie durften jeder 25 Euro einstreichen.