Musik, Tanztheater und Zirkuskünste

Heiter-beschwingte Atmosphäre beim Schulkonzert des Christoph-Scheiner-Gymnasiums

Ingolstadt (DK) Von Klassik über Volksmusik bis zum Jazz reichte die Bandbreite beim Schulkonzert des Christoph-Scheiner-Gymnasiums im Festsaal des Theaters. Locker präsentiert und umrahmt wurde das Programm von den Moderatoren Peter Amler und Tilo Weigandt.

In alter Tradition eröffnete das Schulorchester mit einem "Alla Marcia" des Schotten Peter Martin das Konzert. Mit einem Satz aus dem Klavierkonzert von Walter Leigh hatte sich das Orchester unter seinem Leiter Georg Hanauska dann ein sehr anspruchsvolles Werk vorgenommen, das an die Grenzen dessen geht, was in einer Schule zu realisieren ist. Unterstützt wurde das Orchester dabei von den Instrumentallehrern und engagierten Eltern. Pianist Philipp Mayer überzeugte durch stilsichere Artikulation und ein souveränes Agieren.

Nach den eher klassischen Klängen entführte die Percussiongruppe unter der Leitung von Christine Roß die Zuhörer in lateinamerikanische Gefilde. Im "Mambo Maracatu" zeigten die Schüler auf einem vielfältigen Instrumentarium eine erstaunliche Präzision, bevor die Volksmusikgruppe stilecht in Trachten zwei bayerische Volkstänze zu Gehör brachte, die eine heiter-beschwingte Atmosphäre in den Festsaal zauberten.

Der über 100 Mann starke Unterstufenchor widmete sich mit Unterstützung durch die Combo drei Stücken aus den Filmen "High School Musical", die von den jungen Sängerinnen und Sängern mit großem Engagement und klanglicher Reinheit vorgetragen wurden. Das Unterstufenensemble, das Anfängern am Instrument die Freude am gemeinsamen Musizieren vermitteln soll, gab diesen Spaß mit einem flotten Boogie an das Publikum weiter.

Der Mittel- und Oberstufenchor unter der Leitung von Beate Hacker präsentierte Klassiker aus Rock und Jazz mit Verve und vollem, nahezu professionellem Chorklang. Mit dem brasilianischen "Mas Que Nada" entließ der Chor das begeisterte Publikum beschwingt in die Pause. Die Chöre bestachen nicht nur durch ihre musikalischen Auftritte, sondern auch durch die große Zahl der über 170 Sänger, die sich in ihrer Freizeit in den beiden Schulchören engagieren.

Mit ihrem Programm ‚elements‘ widmete sich die Gruppe Formotion (Leitung Heidi Röll und Gerhard März) dem Mit- und Gegeneinander der vier Elemente: 45 Schülerinnen und Schüler aus allen Klassenstufen stellten mit Mitteln des Tanztheaters und der Zirkuskünste zu Weltmusik Wind und Sturm, Regen und Flut, Gewitter, Feuersbrunst, Vulkanausbruch und Wiederergrünen von Feld und Bäumen dar. Tanzpassagen, Einradchoreographien, Keulenjonglagen und Menschenpyramiden waren eingebettet in Lichteffekte und die Farbsymbolik der fantasievollen Kostüme.

Kubanisches Flair zog ein, als die Mitglieder des Grundkurses Chor, Big Band und Orchester mit "Smooth" von Santana eine klanglich und optisch mitreißende Show boten. Als nächstes folgte mit "Oye como va" ein weiterer Klassiker von Santana, bei dem die Combo Soli und Zusammenspiel in einer perfekten Mischung von Latin und Jazz demonstrierte.

Zum Abschluss stand die Big Band unter der Leitung von Christine Roß auf der Bühne. In ihren drei Stücken bot sich eine große Bandbreite. Nach einer Funk-Nummer, in der die beiden Trompeter mit ihren Soli brillierten, stand "What else!", eine Eigenkomposition von Simon Schmidt, K12, auf dem Programm. Das Stück gefiel mit eingängigen Melodien, die auch an den schwierigen Stellen von der Big Band souverän gemeistert wurden. Als Abschluss erklang der Jazz-Klassiker "Birdland" von Joe Zawinul, mit dem die Big Band einen fulminanten Schlusspunkt setzte.