Das Kompetenzstrukturmodell des Faches Biologie vereint den aktiven Umgang mit Fachwissen sowie den Einsatz von Fähigkeiten und Fertigkeiten zum Lösen fachlicher Probleme. Es beinhaltet die Dimension Gegenstandsbereiche und die Dimension prozessbezogene Kompetenzen.

Die Gegenstandsbereiche - also das Fachwissen - werden in Form von Konzepten der Biologie konkretisiert. Im Rahmen des Strukturmodells gibt es dabei die drei Basiskonzepte:

  • System: Lebendige Systeme sind Gegenstand der Biologie. Zu ihnen gehören Zelle, Organismus, Ökosystem und die Biosphäre.
  • Struktur und Funktion: Lebewesen und Lebensvorgänge sind an Strukturen gebunden. Es gibt einen Zusammenhang von Struktur und Funktion.
  • Entwicklung: Lebendige Systeme verändern sich mit der Zeit. Man unterscheidet Individualentwicklung und evolutionäre Entwicklung.

Die prozessbezogenen Kompetenzen vereinen die drei weiteren Kompetenzbereiche der KMK-Bildungsstandards: Erkenntnisgewinnung, Kommunikation und Bewertung.

Der Kompetenzbereich Erkenntnisse gewinnen umfasst:

  • Naturwissenschaftliche Untersuchungen (Beobachtung, Experiment, Vergleich)
  • Naturwissenschaftliche Modellbildung
  • Möglichkeiten und Grenzen der Erkenntnisgewinnung in der Naturwissenschaft Biologie

Der Kompetenzbereich Kommunizieren umfasst:

  • Biologische Fachsprache und fachgemäße Darstellungsformen
  • Erschließen, Aufbereitung und Weitergabe von Informationen

Der Kompetenzbereich Bewerten umfasst:

  • Die Auseinandersetzung und Bewertung gesellschaftsrelevanter Themen unter biologischen und außerfachlichen Gesichtspunkten
  • Beispiele für Themen sind die Gesunderhaltung des eigenen Körpers, die Möglichkeiten moderner Gentechnik oder die Wertschätzung einer intakten Natur