Götter im Pausenhof

Reihe der Abiturscherze endet mit amüsanter Antike-Show

Ingolstadt (fbe) Die Eingangstore zum Scheiner-Gymnasium waren gestern früh verschlossen; absichtlich blockiert, zugekettet und mit Latten vernagelt. Die Kenner ahnten es schon: Schuld waren, wie so oft in diesen Tagen, die Abiturienten. Das Scheiner veranstaltete seinen Abiturstreich.

Dieser Vormittag im Ausnahmezustand hatte natürlich auch ein Thema: Im „Abilymp“ ging es um griechische Götter, knifflige Spiele und das olympische Feuer. Die Abiturienten erhoben sich dabei natürlich gleich selbst in den Status der antiken Gottheiten: mit weißen Togas und selbst gebastelten Lorbeerkränzen.

Das Programm begann um acht Uhr mit der Ehrungen des Direktors Peter Bergmann – übrigens ein begeisterter Altphilologe –, des Kollegstufenbetreuers Vitus Brosinger und des Hausmeisters Winni Werthner. Zeus wurde zuvor auf einer Trage in den zum Olymp umgestalteten Pausenhof gehievt. Alle anderen Götter mussten selber hinlaufen.

In den letzten zwei Unterrichtsstunden wurde die Unterhaltung fortgesetzt. Dass der Abischerz so zerstückelt wird, ist am Scheiner normal. Die Abiturientin Isabel Rackow hat damit kein Problem: "Das ist eigentlich ganz gut. Wenn zwischen dem Programm Unterricht ist, werden die anderen Schüler davon abgehalten einfach heimzugehen oder erst gar nicht zu erscheinen." Bei den Absolventen gab es – wenig überraschend – keine Anwesenheitsprobleme. Sie hatten die Nacht in der Turnhalle verbracht, doch von „geschlafen“ könne hier keine Rede sein, wie Isabel Rackow anmerkte.

Passend zum Thema und als Andenken an ihren Jahrgang hatten die 102 Schüler der K13 eine Säule am Rande des Pausenhofs einbetoniert. Ob diese römisch oder griechisch ist, bleibt allerdings fraglich.