Ein Zeichen der Hoffnung

Nach schwieriger Spendersuche zeichnet sich für die kranke Scheiner-Lehrerin eine Lösung ab

Ingolstadt (reh) Von Verena Spitzer kam der Satz, auf den alle sehnlichst gewartet hatten: „Es ist eine schwierige Suche, aber es sieht inzwischen sehr, sehr hoffnungsvoll aus.“ Die Repräsentantin der Aktion Knochenmarkspende Bayern (AKB) deutete damit an, dass der Scheiner-Lehrerin Katja Löser eventuell geholfen werden kann. Einzelheiten wollte und konnte Spitzer aber nicht sagen.

Vor wenigen Wochen hatten Schüler, Lehrer, Eltern und Förderverein des Scheiner-Gymnasiums mit der AKB die große Typisierungsaktion in der Schulturnhalle auf die Beine gestellt. „Sehr, sehr erfolgreich“, findet Spitzer, die jetzt noch einmal nach Ingolstadt gekommen ist, um zwei größere Spenden persönlich entgegen zu nehmen. 1000 Euro sammelte der Katholische Frauenbund aus Gerolfing bei einem Adventsmarkt. „Das Geld ist nirgends besser aufgehoben, als hier“, sagte die Vorsitzende Hannelore Schmid. Zumal die erkrankte Lehrerin in dem Stadtteil lebt. 1200 Euro kommen vom Reitverein Manching, die er bei der Tombola seiner Adventsfeier gesammelt hat. „Wir unterstützen seit Jahren Organisationen, die sich für an Leukämie Erkrankte engagieren“, sagte der Vorsitzende Thilo Bals.

Mit den Spenden sind nun etwa 27 000 Euro zusammen, mit denen die Typisierungsaktion finanziert wird. Denn die ist nicht günstig. Pro typisierter Person entstehen dem AKB Kosten von 40 Euro. Bei den 755 Ingolstädtern, die sich am Scheiner typisieren ließen, sind also 30 000 Euro nötig. Wie OB Alfred Lehmann, Schirmherr der Aktion, bei der Spendenübergabe betonte: „Man kann hier wirklich einem Menschen das Leben retten!“

Dass der mögliche Erfolg bei der kranken Lehrerin Katja Löser nun direkt durch die Ingolstädter Typisierung kommt, gilt aber als sehr unwahrscheinlich. Dafür sind aber 755 weitere Namen in der Knochenmarkspenderdatei erfasst, die weltweit inzwischen 18 Millionen Menschen zählt.