Sand - Definition

Sand  - was ist das ? Kurze wissenschaftliche Erklärung des Phänomens Sand:

Zuerst stellt sich die Frage, was man überhaupt unter dem Begriff Sand verstehen kann. Sand ist ein natürlich vorkommendes, nicht verfestigtes Sediment, das sich aus einzelnen Mineralkörnern mit einer Korngröße von 0,063 bis 2 mm zusammensetzt. Sand ist also gröber als Schluff (Korngröße 0,002 bis 0,063 mm) und feiner als Kies (Korngröße 2 bis 63 mm). Die Bezeichnung Sand ist nicht abhängig von der mineralischen Zusammensetzung. Der weitaus überwiegende Teil aller Sande besteht jedoch mehrheitlich aus Quarzkörnern. Sand wird durch Erosion, Wind, wie auch Meeresströmungen verteilt. Wir vom Christoph-Scheiner-Gymnasium haben uns etwas genauer mit den kleinen Mineralkörnern beschäftigt und eine Sammlung erstellt, die wir Ihnen nachfolgend vorstellen möchten.

Man unterscheidet im Wesentlichen zwischen 3 Arten von Sand:

1. Leichtmineralsand

Leichtmineralsand hat eine Dichte von bis zu 2,9g/qcm, er bildet mehr als 90% der festen Erdkruste. Die wichtigsten Leichtmineralsände sind Quarz und Feldspat. Der reine Quarzsand findet Verwendung bei der Herstellung von Keramik, Schleif- und Putzmitteln, bei Baustoffen, sowie als Bremssand bei der Bahn.

Sand der Oase Chenini in Tunesien

2. Schwermineralsand

Sand als Schwermineralsand bezeichnet, wenn er eine höhere Dichte als 2,9g/qcm aufweist. Im Sand können sich dann z.B. Mineralien wie Granat, Ilmenit, Magnetit, Zirkon, Olivin (vulkanisch), aber auch Gold befinden, was man größtenteils aber nur unter dem Mikroskop erkennen kann.

Les Sables d'Olonne Granat

3. Karbonatsand

Sand wird als Karbonatsand bezeichnet, wenn z.B. Korallenbruchstücke, Muschel- oder Schneckenschalen oder Gehäuse von kalkschalenbildenden Einzellern enthalten sind. In diesem Sand können sich nicht nur Teile von heutigen Lebewesen befinden, sondern auch Fossilien.

Sand vom Inselstaat Vanuatu im Pazifik

Je nach Ausgangsmaterial und Gesteinsart ergibt sich eine andere Zusammensetzung der Sande.