Ausbau de luxe

Die Preysingstraße soll für eine halbe Million neugestaltet werden

Ingolstadt (rh) Die Preysingstraße liegt eher unscheinbar und versteckt zwischen dem Scheiner-Gymnasium, der Danuvius-Klinik und der Stadtmauer. Sie ist eine der letzten noch nicht sanierten Straßen in der südwestlichen Altstadt. Das soll sich jedoch im Jahr 2013 gründlich ändern.

Die Stadtplaner haben sich nicht nur die Preysingstraße, sondern auch die Straße zwischen Hartmannplatz und Gymnasium vorgenommen und wollen sie zur verkehrsberuhigten Zone umgestalten. Aber muss das schon im nächsten Jahr sein? Gibt es nicht dringendere Sanierungsfälle in der Innenstadt? Und vor allem: Ist der vorgesehene Aufwand mit teurem Granitgroßpflaster hier überhaupt gerechtfertigt? Bei der ersten Vorstellung der Pläne im Stadtentwicklungsausschuss tauchten doch einige Zweifel an Termin und Umfang des Projekts auf. „Wir haben uns in der Fraktion etwas gewundert“, wandte Peter Gietl (FW) ein, „warum diese Straße mit einem solchen Aufwand umgebaut wird. Muss das jetzt sein“ Ohne die gesicherte Information, dass Stadtwerke und Kommunalbetriebe 2013 neue Leitungen verlegen müssen – offenbar der Anlass für den Umbau –, wollte der FW-Sprecher die knappe halbe Million Euro nicht absegnen.

Auch Manfred Schuhmann (SPD) zog den Ausbaustandard in Zweifel. Der sei, entgegnete Stadtbaurätin Renate Preßlein-Lehle „durchaus hochwertig“, nämlich mit Pflastermaterial wie in der Theresienstraße.

Nach den bisherigen Plänen soll die Neugestaltung ein „rücksichtsvolles Miteinander von Fußgängern, Radfahrern und motorisiertem Verkehr“ fördern. Die gesamte Straße von der Einmündung Münzberg- bis zur Jahnstraße soll als Einbahnstraße ausgewiesen werden. Diese „Mischverkehrsfläche“ wird teilweise asphaltiert, teilweise mit großen Granitpflastersteinen gestalterisch hervorgehoben. Die eigentlich für gestern vorgesehene Genehmigung im Finanzausschuss wurde wegen der offenen Fragen vertagt. Am kommenden Dienstag berät darüber der Bezirksausschuss Mitte.